Schwarze Maca: So wählen Sie einen hochwertigen Wurzelextrakt

Was die schwarze Maca auszeichnet, warum Herkunft und Trocknung wichtig sind, was Macamide sind und wie Sie das Etikett eines Extrakts lesen.

11. Oktober 2026

Maca ist eine Andenwurzel, die die Peruaner seit über 2000 Jahren anbauen und essen. Die schwarze ist eine ihrer Hauptfarben – und hat Besonderheiten, die man kennen sollte, bevor man sich für ein Produkt entscheidet.

So wählen Sie richtig

  • Schwarze Maca, Lepidium meyenii. Das Etikett muss Art und Farbe nennen, nicht einfach „Maca“.
  • Peruanische Anden. Echte Maca wächst in 3500–5000 m Höhe.
  • Standardisierter Extrakt. Angegebener Macamid-Anteil – zum Beispiel mindestens 0,6 %.
  • Menge in Milligramm. Aus Dosis und Prozentwert lässt sich berechnen, wie viel mg Macamide die Tagesdosis enthält.
  • Analysenzertifikat für jede Charge.

Das Warum – weiter unten.

Warum die Farbe zählt

Beschrieben sind bis zu 17 Maca-Farben, zusammengefasst in einigen Hauptgruppen: gelb (cremefarben), rot, violett und schwarz. Die cremefarbene wird am häufigsten angebaut; die schwarze ist seltener und hat einen eigenwilligeren, süßlich-bitteren Geschmack.

Die Farbe ist nicht nur Äußerlichkeit. Das chemische Profil der Wurzel hängt von Farbe, Anbauort und Verarbeitung nach der Ernte ab – deshalb fordern Forscher, immer anzugeben, welche Maca verwendet wurde. Bei der schwarzen kann zum Beispiel Benzylglucosinolat bis zu 80 % aller Glucosinolate ausmachen.

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Warum aus den Anden

Maca ist eine Pflanze der kältesten und rauesten Hochplateaus der Zentralanden – rund um den Junín-See in Peru, über 4000 m. Nächtlicher Frost und starke Sonne gehören dort zu ihrer natürlichen Umgebung. Wird Maca unterhalb von 3500 m angebaut, enthält sie weniger Macamide.

Was Macamide sind

Macamide sind N-Benzylamide von Fettsäuren und wurden bisher ausschließlich in der Maca gefunden. Deshalb dienen sie als ihr charakteristischer Qualitätsmarker: Daran erkennt das Labor echte Maca. Macaene – langkettige ungesättigte Fettsäuren – sind ebenfalls typisch für sie, kommen aber auch in anderen Pflanzen vor, zum Beispiel in der Tomate.

Macamide entstehen nach der Ernte, während die Wurzel trocknet. Die traditionelle Trocknung im Freien dauert zwei bis drei Monate, unter wechselndem Frost und Hochgebirgssonne – und die luftgetrocknete Wurzel enthält mehr Macamide als die gefriergetrocknete.

Die Rechnung: 500 mg Extrakt mit 0,6 % Macamiden liefern 3 mg Macamide. So vergleichen Sie Produkte mit unterschiedlicher Dosis.

Gelatinisiert oder roh

Die Wurzel ist reich an Stärke, deshalb wird Macapulver oft gelatinisiert – kurzes Erhitzen unter Druck und mit Feuchtigkeit. So entsteht ein leichter verdauliches Pulver; das rohe behält etwa 20 % mehr Glucosinolate. In Kapseln wird meist ein Extrakt verwendet – bei ihm ist der Macamid-Anteil am wichtigsten.

Warum das Analysenzertifikat zählt

Der Prozentwert auf dem Etikett ist nur so verlässlich wie die Analyse dahinter. Ein gutes Zertifikat bestätigt Macamide, Art, Schwermetalle und Mikrobiologie. Das Analysenzertifikat jeder unserer Chargen finden Sie auf der Produktseite und hinter dem QR-Code auf der Verpackung.

Die Pflanze und ihre Geschichte

Maca (Lepidium meyenii) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) – sie ist verwandt mit Radieschen, Kohl und Brokkoli. Über der Erde hat sie nur eine kleine Blattrosette; darunter wächst der fleischige Teil, den man isst – das Hypokotyl, etwas zwischen Wurzel und Stängel.

Archäologische Spuren ihres Anbaus am Junín-See reichen bis etwa 1700 v. Chr. zurück, die erste schriftliche Beschreibung stammt von 1553. Die Hochgebirgssiedlungen tauschten Maca gegen Mais und Reis aus den Tälern. Die Einheimischen essen sie getrocknet und stets gekocht: in Wasser oder Milch als süßen Brei, zu Mehl gemahlen für Brot und Fladen, als fermentierte „Chicha de Maca“. In Huancayo sind Maca-Pudding und Maca-Süßspeise beliebt. Die getrocknete Wurzel hält sich jahrelang.

Schwarze Maca in Energy Complex

Energy Complex enthält 500 mg Extrakt aus der Wurzel der schwarzen Maca (≥ 0,6 % Macamide) zusammen mit 400 mg Extrakt aus Panax ginseng, 100 mg Coenzym Q10, 100 mg natürlichem Koffein aus grünem Kaffee, 200 mg L-Theanin, 200 mg Vitamin C und B-Vitaminen in aktiven Formen.

Die in der EU zugelassenen Angaben der Rezeptur stammen von den Vitaminen: Vitamin C, Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pantothensäure sowie die Vitamine B6 und B12 tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei, und Vitamin C, Riboflavin, Niacin, Pantothensäure, die Vitamine B6 und B12 sowie Folat tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Einnahme

4 Kapseln morgens zum Frühstück, mit Wasser. Nicht abends einnehmen. Die Tagesdosis enthält 100 mg Koffein; wenn Sie Koffein meiden, gibt es eine Variante ohne Koffein und L-Theanin.

Quellen

  1. 1.Minich DM et al. (2024). Not All Maca Is Created Equal: A Review of Colors, Nutrition, Phytochemicals, and Clinical Uses. Nutrients 16(4):530
  2. 2.Ulloa del Carpio N et al. (2024). Exploring the chemical and pharmacological variability of Lepidium meyenii: a comprehensive review of the effects of maca. Front Pharmacol 15:1360422
  3. 3.Gonzales GF et al. (2014). Maca (Lepidium meyenii Walp), una revisión sobre sus propiedades biológicas. Rev Peru Med Exp Salud Publica 31(1):100-110
  4. 4.Melnikovova I et al. (2012). Macamides and fatty acids content comparison in maca cultivated plant under field conditions and greenhouse. BLACPMA 11(5):420-427
  5. 5.Wikipedia: Lepidium meyenii (colours, altitude, traditional foods, archaeology)
  6. 6.Photo: “Lepidium meyenii, Tsaghkadzor, in culture.jpg”, Vahe Martirosyan, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

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